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20.11.2009
Nanotechnologie

Erfolg für österreichische Nano-Initiative

Die Veranstaltung "NANO: Wissenschaft. Wirtschaft. Wirkung. 09", die Leistungsschau der Österreichischen NANO Initiative des BMVIT, fand kürzlich mit großem Erfolg im Tech Gate Vienna statt.

Zahlreiche Interessierte von Firmen, Forschungsorganisationen, Bildungseinrichtungen, Ministerien, Botschaften und auch Privatpersonen machten sich ein umfassendes Bild vom Stand und der Zukunft der österreichischen Nanotechnologie. Dieser wurde auch von den internationalen Gästen eine hohe Wettbewerbsfähigkeit und erfolgreiche Zukunft attestiert.

Infrastrukturministerin Doris Bures zeigte sich sehr zufrieden mit dem großen Anklang, den die Leistungsschau ihres Ressorts in der Fachwelt erzielt hat: "Das große und gemeinsame Interesse von Wissenschaft und Wirtschaft an den Ergebnissen der NANO Initiative zeigt, dass die Vernetzung von Forschung und Industrie hervorragend gelungen ist. So konnten wir exzellente Forschungsergebnisse direkt in die Wirtschaft überführen und unmittelbar Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätze schaffen."


Bilder: Karin Gartner ArtPhotography

 

Zahlreiche Gäste

Die Veranstaltung im Tech Gate Vienna war mit rund 200 Gästen ausgebucht. Insgesamt kamen VertreterInnen von mehr als 35 Unternehmen, fast 30 Forschungs- und Wirtschaftsorganisationen sowie von 15 Bildungseinrichtungen und zahlreichen Ministerien und sogar Botschaften.

Insgesamt präsentierten alle acht Verbundprojekte der NANO Initiative ihre Forschungsergebnisse, Patente und Produktentwicklungen. Denn bereits fünf Jahre nach Start der Initiative im Jahr 2004 sind weit mehr als 480 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und mehr als 30 Patente und Erfindungen angemeldet. So sind beispielsweise bereits neue Produkte zur Reinigung von Oberflächen und neue hochwertige nano-beschichtete Werkzeuge am Markt zu finden, die ein direktes Ergebnis der NANO Initiative darstellen. Errungenschaften, die seit dem Jahr 2004 durch 50 Millionen Euro für hochkarätige Forschung und wirtschaftsnahe Entwicklung seitens des BMVIT möglich gemacht wurden  und am gestrigen Tag "hands-on" erlebt werden konnten.

"Das Ziel der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft ist es, sowohl im Rahmen der NANO Initiative als auch in allen anderen Programmen mit durchlässigen Förderformaten starke Impulse für die österreichische Wirtschaft zu setzen", betonte der FFG-Bereichsleiter für thematische Programme, Emmanuel Glenck.


 

 

Ein Highlight der Veranstaltung war auch die abschließende Gesprächslounge, in der Experten über die rasante Entwicklung der Nanotechnologie und über den verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Erkenntnissen sprachen. Alex Dommann, vom CSEM Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique, in Neuchâtel, Arno Köpf, von der Böhlerit GmbH & Co. KG, und Wolfgang Knoll, Direktor des Austrian Institute of Technology GmbH diskutierten neben Michael Nentwich, Direktor des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, sowie Alexander Pogany, BMVIT. Dabei wurden Fragen zu Empfehlungen im verantwortungsvollen Umgang mit Nanopartikeln genauso diskutiert wie die Frage, ob in einigen Fällen auf die Entwicklung von Anwendungen verzichtet werden sollte.

Alle Diskutanten waren sich einig, dass eine differenzierte Diskussion in Zukunft notwendig ist, um vor allem unbedenkliche Einsatzgebiete von Nanotechnologie klar von jenen zu trennen, die mögliche Risiken beinhalten. Die klare Empfehlung aller Experten war jedoch unmissverständlich: Kontinuität, Kontinuität und Kontinuität. Als junge Zukunftstechnologie benötigt Nanotechnologie eine mittel- bis langfristige Kontinuität durch Forschungsinvestitionen und die Sicherstellung des Zugangs zu internationalen Forschergruppen und Infrastrukturen.

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